Wachteln füttern | Futterliste für Legewachteln

Wachteln halten ist ein schönes Hobby mit einem hohen Nutzeffekt! Als angehender Wachtelhalter muss man sich im Vorfeld mit vielen grundlegenden Dingen auseinandersetzen. Viele fragen sich beispielsweise, wie man Wachteln füttern soll? Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist natürlich sehr wichtig für Tiere. Schlussendlich profitiert ja auch der Halter davon, wenn er sich über viele leckere Wachteleier und zarten Wachtelbraten freut! Auch wenn Wachteln eher pflegeleicht sind und ihre Haltung nicht viel Mühe macht, haben sie dennoch Bedürfnisse, die vom Halter erfüllt werden müssen.

Wie soll man Wachteln füttern?

Wie man Wachteln füttern soll, hängt auch vom Zweck der Haltung ab.  Bei der Auswahl und Zusammensetzung des Futters spielt es eine wichtige Rolle, ob man sich leichte Legewachteln zur Eierproduktion, schwere Mastwachteln zur Fleischgewinnung oder mittlere Legewachteln als Zweinutzungstyp hält. Grundsätzlich verfüttert man immer ein gekörntes oder pelletiertes Hauptfutter.

Körnerfutter können die Wachteln zwar gut aufnehmen. Allerdings besteht die Gefahr,  dass sie sich nur die Bestandteile des Futters herauspicken die sie mögen und den Rest einfach liegen lassen. Mit pelletiertem Futter kann das nicht passieren. Futterpellets nehmen die Wachteln in der Regel sehr gerne an. Allerdings sollte die Körnung nicht zu groß sein und maximal 3 mm betragen. Hier gilt, je kleiner, desto besser!

Für eine gute Legeleistung bietet man leichten Legewachteln am besten ein gut kombiniertes Alleinfuttermittel / Legemehl mit einem Proteingehalt von 18 – 22 % an und geht mit Zusatzfutter eher sparsam um. Meine mittelschweren Legewachteln füttere ich mit feinkörnigen Pellets für Wild- und Ziergeflügel von Deuka. Darüber hinaus biete ich ihnen täglich frisches Gemüse und Grünzeug und als zusätzliche Proteinquelle ab und zu getrocknete Mehlwürmer, gekochtes Hühnerei, Quark oder Joghurt mit an.

Wachteln füttern mit Grünfutter & Gemüse

Wachteln freuen sich natürlich sehr über frisches Grünfutter. Frische Brennnesseln, Löwenzahn, Vogelmiere oder frisches klein geschnittenes Gras nehmen sie sehr gerne an. Ebenso mögen sie Kräuter wie Pfefferminze, Petersilie, Dill oder Oregano. Man kann ihnen auch Gemüse wie Zucchini, halbierte Gurke, geriebene Karotte, Salat, gekochte Kartoffel und insbesondere fein gehackte Zwiebeln anbieten. Obst wie Melone, Beeren, Äpfel oder Birnen kann man gelegentlich verfüttern, jedoch sollte man ihnen wegen des hohen Säuregehalts nicht zu oft und nicht zu viel davon geben.

Allerdings sollte man beim Zufüttern der genannten Dinge eher sparsam vorgehen. Zwar tut die zusätzliche Vitaminversorgung den Wachteln gut und trägt zum Erhalt ihrer Gesundheit bei, allerdings kann es bei übermäßiger Fütterung Nährstoffmangel sowie verdünnten Stuhlgang und sogar Durchfall bei den Wachteln erzeugen. Auch wenn man es gut mit den Tieren meint – Legewachteln sind auf eine hohe Legeleistung gezüchtet und um damit sie die erbringen können und viele Eier legen, brauchen sie hauptsächlich Legemehl und frisches Wasser.

Wachtelgrit darf nicht fehlen

Grit ist eine wertvolle und unerlässliche Nahrungsergänzung für alle Vogel- und Geflügelarten. Und Grit ist ebenso wichtig bei der Fütterung von Wachteln. Grit fördert zum einen durch wertvolle Spurenelemente (und Mineralien die Gesundheit und Vitalität der Wachteln Zum anderen hilft es ihnen im Muskelmagen bei der Zerkleinerung von Fasern und Schalen und somit bei der Verdauung.

Grit sollte immer ausreichend zur Verfügung stehen. Generell nimmt eine Wachtel immer so viel davon auf, wie sie benötigt. Ich mische entweder Wachtelgrit unter das Futter oder stelle meinen Wachteln einen Kalk-Gritstein in den Wachtelstall. Sie picken sehr gerne darauf herum. Angenehmer Nebeneffekt: Die Wachteln haben eine interessante Beschäftigung die Langeweile vorbeugt.

Ansonsten freuen sie sich, wenn man ihnen als besondere Leckerei ab und an einen Hirsekolben zum Abpicken hinhängt oder ihnen ein paar der getrockneten hellen Mehlwürmer oder eine Schale zerkleinerte Zwiebeln anbietet. Füttert man sie damit aus der Hand, kann man sie so auch relativ schnell handzahm bekommen. Wer seine Wachteln im Stall hält und diese mal so richtig verwöhnen möchte, stellt ihnen gelegentlich mal ein Stück frisch ausgestochenen Rasen in den Stall. Die Wachteln lieben es darauf zu scharren nach Kleinstlebewesen zu picken. Ebenso freuen sie sich über das frische Gras.

Täglich frisches Trinkwasser sollte selbstverständlich sein. Ebenso ist darauf zu achten, das Wasser immer nur aus gesäuberten Wassergefäßen anzubieten. Wassergefäße sind so zu positionieren, dass die Wachteln nicht durchlaufen und dieses verschmutzen können. Sollte mal kein Trinkwasser zur Verfügung stehen, stellen Wachteln die Eierproduktion übrigens sofort ein.

Wachteln füttern nach eigenen Erfahrungen

Wachteln füttern ist wirklich keine große Wissenschaft, auch wenn uns die Futtermittelindustrie was anderes zu verstehen geben will. Natürlich kann man auch für Spezialfutter und diverse Nahrungsergänzungsmittel viel Geld ausgeben, allerdings ist das meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig. Man sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren und muss nicht alles mitmachen.

Jeder Wachtelhalter sollte seine eigenen Erfahrungen machen und anhand derer entscheiden, wie er seine Wachteln füttern möchte. Bei meinen Legewachteln achte ich beispielsweise auf eine ausgewogene, abwechslungsreiche und möglichst naturnahe Ernährung, wodurch der Rohproteingehalt des Hauptfutters vielleicht etwas sinkt. Das mindert zwar die Legeleistung, doch meines Erachtens nach schmecken dafür die Eier besser und nicht nur nach Legemehl.