Die Japanwachtel

Ursprünglich stammt die Japanwachtel (Coturnix japonica) aus dem asiatischen Raum, wo sie hauptsächlich in Japan und Korea zunächst als Ziervogel gehalten und ab dem 20`sten Jahrhundert zunehmend auf Legeleistung gezüchtet wurde. Die japanische Wildwachtel ist die Stammform unserer heutigen Lege- und Mastwachteln. Japanwachteln werden als Geflügel gehalten. Die domestizierte Form der Japanwachtel hat einen ansehnlicheren Schlachtkörper und legt größere Eier, womit sie sich deutlich von der Wildform unterscheidet. Trotz ihrer Größe sind Wachteln sehr robuste Tiere. Im Gegensatz zu anderen Geflügelarten sind sie nicht sehr anfällig für Krankheiten und sie müssen auch nicht geimpft werden.

Rassen der Japanwachtel

Die japanische Wachtel wird in drei Rassen unterteilt. Als „Leichte Linie“ bezeichnet man Wachteln mit einem Gewicht von 110 bis 150 Gramm. Diese Rasse wurde über Jahrzehnte hinweg auf eine hohe Legeleistung gezüchtet. Die Haltung von Mastwachteln zur Eierproduktion ist aufgrund der hohen Futterkosten hingegen eher unwirtschaftlich. Diese erreichen einen ansehnlichen Schlachtkörper von 300 bis 400 Gramm und werden hauptsächlich zur Fleischgewinnung gehalten. Die mit Abstand beliebteste Zuchtform ist die klassische Legewachtel. Dieser Zweinutzungstyp ist sowohl auf eine hohe Legeleistung als auch auf ein ansehnliches Gewicht gezüchtet. Klassische Legewachteln erreichen ein Gewicht von 160 bis 200 Gramm und mehr. Bei guter Haltung können Legewachteln ein Alter von 5-6 Jahren erreichen.

Gesellige und pflegeleichte Zeitgenossen

Wachteln sollte man immer in einer Gruppe von mehreren Tieren halten, da es sehr gesellige Tiere sind. Zu Anfang fängt man am besten mit einem kleinem Stamm von 4-5 Hennen an. Für die Eierproduktion ist ein Hahn nicht erforderlich, die Hennen legen auch ohne Hahn etwa alle 20 Stunden ein leckeres Wachtelei. Natürlich haben auch Japanwachteln Bedürfnisse, die erfüllt werden wollen. Allerdings sind die Tiere sehr pflegeleicht und einfach zu halten. Bei richtigem Umgang mit den Tieren und ein klein wenig Geduld können Japanwachteln sogar relativ schnell handzahm werden, wenn man ruhig mit ihnen umgeht und sie beispielsweise mit Mehlwürmern aus der Hand füttert.

Es gibt viele gute Gründe, warum man sich die Wachtelhaltung lohnt. Sie liefern beinahe täglich wohlschmeckende und gesunde Eier und das Wachtelfleisch ist eine wahre Delikatesse. Mal abgesehen davon, dass sie viele leckere und gesunde Eier legen und köstliches Fleisch liefern, sind es einfach sehr putzige Tiere mit einem freundlichen Wesen. Sie bereiten einem tagtäglich Freunde, wenn man ihnen beim gemeinsamen sandbaden, kuscheln, fressen, picken oder scharren zuschaut. Es sind einfach sehr interessante Tiere, die man gerne im Garten hat!

Japanwachtel kaufen

Wer sich Japanische Legewachteln anschaffen möchte, fragt am besten bei einem Geflügelzüchter bzw. Geflügelhof nach. Für geschlechtsreife und eierlegende Junghennen von 6 Wochen sind Preise von 6-8 Euro realistisch. Viele Hobbyzüchter bieten auch Legewachteln über Kleinanzeigen im Internet an. Allerdings wohnen die Anbieter interessanter Anzeigen nicht immer um die Ecke und zumeist werden ältere Hennen oder Hähne zum Verkauf angeboten. Dazu gibt es auch die Möglichkeit befruchtete Wachteleier zu kaufen und mit einem Inkubator (oder Brutautomat) selber auszubrüten. Nach etwa 17 Tagen schlüpfen bereits die ersten Küken, die man dann selber aufziehen kann. Ein guter Brutautomat für Wachteleier kostet etwa 80 – 100 Euro. Da man sich so aber den kontinuierlichen Zukauf neuer Stämme sparen kann, amortisiert sich so ein Gerät auch wieder schnell.